Verfasst von | in Buenos Aires 2012 | Keine Beiträge

S

amstag,
am Wochenende unternehme ich meistens lieber was anderes als Tango.
Das Sunderland ist natürlich Kult und „must go“ aber ich habe nach vielen Buenos Aires Besuchen auch  Lust auf neue Eindrücke und möchte mitbekommen was die Leute hier so unternehmen die nichts mit Tango zu tun haben- Tangotänzer sind ein sehr geringer Anteil der Bevölkerung dieser riesigen Stadt.

Nach einem guten Frühstück im „Oui, Oui“ bin ich mit dem Fahrrad unterwegs gewesen und wollte mir „el Rosedal“ anschauen, d.h. eigentlich wollten Oliver und ich das gemeinsam machen und zu diesem Zweck ein Gratis Fahrrad von mejor in bici ausleihen.

Die iphoneapp BAbici zeigt  (leider nur online) die nächste Verleihstelle und auch die verfügbaren Räder an. Leider nicht die Öffnungszeiten, so sind wir umsonst hingelaufen. Die Verleihstellen machen am Samstag um 15.00 Uhr zu und am Sonntag bleiben sie ganz geschlossen- sehr schade.

Ich bin dann allein ein bisschen herum gefahren, interessantes Treiben in dem Gebiet, Rollschuhläufer, Kunstradfahrer, viele Jogger und natürlich wird im Park auch Fussball gespielt.


Irgendwann bekam ich mit, dass ein totales Verkehrschaos rund um den Bereich ausbrach, leicht zu erkennen am immer lauter werdenden Hupkonzert

diese Familie blieb davon unbeeindruckt und picknickte direkt daneben ;-)

Ich stellte fest, dass Menschenmassen in eine Richtung strebten- die gesperrte Figueroa Alcorta lang bis zur Kreuzung Pampa. So war wohl das Verkehrschaos zu erklären.

Da bin ich dann natürlich auch hin, mal sehen was es gibt!
Ein Konzert der offensichtlich sehr bekannten und beliebten Band Tan Biónoca!
Von argentinischer Popmusik habe ich keine Ahnung, aber bin geblieben um mir das anzuschauen. Bzw. erstmal bin ich nochmal 2 km geradelt um mir ein Bier zu besorgen. An den Kiosken der unmittelbaren Umgebung standen lange Schlangen.

Es herrschte Bombenstimmung und es war interessant zu sehen dass es unterschiedlichste Bevölkerungsschichten begeisterte- alle waren textsicher …
Und auch ungewöhnlich für mich, ganze Familienausflüge bis hin zum Säugling. Erstaunlich, denn es war ziemlich laut.

Mit meinem Bier war es dann nichts, ein Ordner kam auf mich zu und bat mich das auf der anderen Strassenseite zu trinken- kein Alkohol auf dem Konzert erlaubt! Da fiel mir erst auf das alle anderen Biertrinker ihre Dosen sehr dezent hielten…

 

 

 

 

 

 

 

 

Es waren 100.000 Besucher dort, ein eindrucksvolles Erlebnis, besonders das Finden eines Taxis für Oliver, der noch nach gekommen war. Aber es sind laue Sommernächte, da kann man auch mal ein paar Kilometer zu Fuss gehen.

 

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