Feria de Mataderos

Dez
2012
10

Verfasst von | in Buenos Aires 2012 | Keine Beiträge

S

onntags finden viele verschiedene Märkte statt. Wobei „Markt“ das meistens nicht ganz trifft, es sind eher kleine Volksfeste, je nach Stadtteil mit sehr unterschiedlichem Charakter.

Einer der originellsten ist die „Feria de Mataderos“.


Ich war da vor Jahren schon mal zusammen mit Daniela und Raimund dort und fand es nett.
Den Bus hatten wir rausgesucht, aber wohl die Adresse in der http://mapa.buenosaires.gov.ar/#tab-comollegar nicht korrekt eingegeben (richtig ist: DIRECTORIO AV. y DE LA TORRE, LISANDRO AV.) so standen wir dann nach 45 Minuten Fahrt an der angegebenen Haltestelle ziemlich im ausgestorbenen Nirgendwo.

Ein einzeln dahinzuckelndes Taxi hat mich aufatmen lassen, in der Gegend wäre nicht so sehr gern zu Fuß rumgelaufen und es war auch sehr heiß, 35 Grad!

Während der Fahrt, etwa 20 cuadras, sahen wir ein anderes Bild von Buenos Aires. Viele Autowracks, Häuserruinen und sehr viel Müll auf den Straßen. Das Ganze wirkte auch sehr unbelebt, da war so gut wie niemand unterwegs.

Mir war nicht so wohl während der Fahrt, aber wir kamen an.

Die meisten Stände verkaufen schrecklich kitschiges Zeug, aber sehr lustig anzusehen.
Diese wundervollen Engel kosten die stolze Summe von ca. 20 Euro zum offiziellen Kurs!

Für 3 Pesos waren wir noch in einem sehr verstaubten Museum. Das hatte sehr viel Charme und im Innenhof wurden Folkloretänze dargeboten- ich liebe argentische Zamba, das ist so romantisch!
Zwei Kinder tanzten auch mit. Das kleine 7 jährige Mädchen beherrschte den koketten Augenaufschlag schon perfekt.

Einen sehr gut geschriebenen Bericht (englisch) könnt ihr hier lesen:

http://www.buenostours.com/feria-de-mataderos

Es gab sehr viele Darbietungen, von Folklore über sehr guten Rock bis hin zum Imitat eines Popsängers den ich nicht kenne.Sseine Groupies, wohlbeleibte, knapp gewandete Damen zwischen 50 und 70 waren sehenswert.

 

Schön war auch eine Tanzveranstaltung in einem Saal mit Paso doble, Cumbia und vermutlich auch irgendwann Tango und Rock. Solange haben wir nicht zugeschaut.

Irgendwo röhrten dann noch aufgemotzte Motoren und Oliver entdeckte eine ganze Ausstellung von Oldtimern und konnte auch mit dem Innenleben der zur Schau gestellten offenen Motorhauben was anfangen…da waren so merkwürdige Flaschen die wie Feuerlöscher aussahen eingebaut. In den Cockpits gab es mehrere Drehzahlmesser. Ich habe davon keine Ahnung, aber er war sehr fasziniert, hat mir auch ganz viel dazu erklärt, aber ich habe es schon wieder vergessen….
Für mehr Fotos schaut bitte auf facebook:

https://www.facebook.com/BerlINESa

Wieder zu Hause noch eine kleine Aufregung: Ein niedlicher kleiner Vogel hatte sich in unsere Wohnung verflogen und wir haben eine Stunde lang darauf verwandt ihm behutsam und vorsichtig den Weg nach draußen zu zeigen.

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