Posts Tagged ‘mejor en bici’

Verfasst von | in Buenos Aires 2012 | Keine Beiträge

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egen, ein wunderbarer Grund auszuschlafen, denn sonst stehen wir natürlich jeden Morgen um 9:00 Uhr auf!
Um 15:00 gingen wir dann erfrischt auf die Suche nach einem neuen Frühstückscafé.
Ich habe zwei informative blogs zu dem Thema gefunden:

http://www.therealargentina.com
http://www.gringoinbuenosaires.com

Wir entschieden uns für das Malvon, Serrano 789, nur 10 Minuten von unserem Apartment in Villa Crespo entfernt.


Es war super lecker. Das Café ist auch sehr orginell eingerichtet, sogar in einen ruhigen Gastgarten kann man Platz nehmen.  Sie backen ihr Brot selbst- sogar Pumpernickel und Vollkornbrot.

 

Gestärkt mit Eiern Benedikt, einem Omelett mit frischen Pilzen, Brie, Salat, Pfannkuchen mit roten Früchten und Honig, Fruchtsalat mit exzellentem Müsli und Erdbeerlassi, gingen, nein schleppten wir uns in die nahe gelegenen outletstores.

Es gibt für meinen Geschmack nicht so viel interessantes dort, das meiste bekommt man in besser Qualität zum gleichen Preis oder billiger auch in Berlin, aber im Urlaub macht stöbern Spaß und auch Oliver hat schicke T- Shirts gefunden:
Dann stießen wir zum Abschuss noch auf den Laden Ona Saez, da habe ich schon immer gern gekauft.
Und diesen Artikel konnte ich dort nicht stehen lassen, es war mir die 100 Pesos wert, „allweather outdoor tangoshoes“ wir haben sofort einen Test mit dem Gartenschlauch vorgenommen.

Auch sehr geeignet für Damen die flache Badeschuhe verabscheuen, oder für die elegante Gartenarbeit….

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Noch ein update zu den Müllsäcken  mit Bauschutt in unserem Innenhof:
Nach zwei Wochen  hat es mich dann doch genervt mein Fahrrad so gerade eben daran vorbei zu bekommen und ich hab mich beschwert. Ein totaler Erfolg-schon drei Tage später wurde das ganze auf den Gehsteig verfrachtet, dort ruht es jetzt in Frieden und die Müllabfuhr ignoriert es. Ich vermute die Säcke sind ihnen zu schwer….wie auch viele andere  in unserer Strasse.

Stört mich nicht weiter, denn ich muss hier ja nicht dauernd wohnen. Auf der Strasse muss man öfter mal die Luft anhalten, in unserer Wohnung riecht man das nicht.
Wenn ihr eine Unterkunft mietet, stellt sicher ihr seid entweder hoch oben oder in einem Innenhof weit weg von der Straße, die Müllabfuhr streikt noch dazu auch öfter mal….

Verwertbare Abfälle wie Papier oder Glas stelle ich extra verpackt hin, nicht etwa weil es Mülltrennung gibt, sondern damit die privaten Müllsammler die jede Nacht von den Aussenbezirken oft noch per Pferdewagen in die Innenstadt fahren, es einfacher haben verwertbares zu finden.

Ein Thema zu dem noch viel zu sagen wäre, aber ich bin müde…mehr dazu ein anderes Mal.

 

Tigre

Dez
2012
16

Verfasst von | in Buenos Aires 2012 | Keine Beiträge

E

inmal früher aufgestanden!
Wir haben uns einen Ausflug nach Tigre vorgenommen.Ich kannte das schon, aber es ist auch mehrere Besuche wert.
Abfahrtspunkt Retiro, ein schöner alter Bahnhof, die Fahrt dauert ca. 45 Minuten und wird mit vielen unterschiedlichen Verkaufs- und Musikdarbietungen untermalt.

In Tigre haben wir uns für eine Stunde ein Rad geliehen, aber das kann ich nicht empfehlen, sie sind in sehr schlechtem Zustand, es werden keine Schlösser angeboten, so muss man das Ding immer im Auge behalten und mir europäischer Beinlänge kommt man sich vor wie auf einem Kinderrad.
Man braucht auch Nerven um die Einbahnstrassen zu ignorieren um zum Verleihpunkt zurück zu finden. Lieber laufen!
Ein Besuch des „Mercado de frutas „ist mit der Preissteigerung total uninteressant geworden, früher konnte man da nette Reisemitbringsel für wenig Geld finden.

Auf dem Weg dorthin liegt ein Vernügungspark, muss man auch nicht haben und ein hässlicher Casinoklotz.

Also auf zu den Booten, darum geht es bei diesem Ausflug ja auch.

Schräg gegenüber vom Bahnhof, ca 5 Minuten Laufweg, ist eine Touristeninformation in der man (auf englisch) nett beraten wird, bekommt auch einen Plan in die Hand und dort fahren auch die Boote ab.

Man kann die Colectivo Boote benutzen und in jeder Richtung beliebig oft ein und aussteigen, aber Achtung sie fahren sehr weit in das Delta hinein und zurück gehen die letzten Boote gegen 19.00 Uhr.
Wenn man gegen Mittag ankommt, empfiehlt sich als entferntester Punkt Rama Negra und auf dem Rückweg noch Tres Bocas.
Wir haben im Restaurant Gato Blanco den Stopp eingelegt und gut gegessen. Die Terrasse mit Blick auf den Fluss ist sehr schön.

Ich würde mich das nächste Mal zumindest für eine Nacht dort einmieten und versuchen weiter als nur in das allgemeine Touristengebiet vorzudringen. Das Delta ist riesig…und es gibt sicher noch viel mehr zu entdecken.
Nach fast vier Wochen Buenos Aires, hat mir ein anderer Geruch sehr gut getan…

Interessante links:
http://travel.nytimes.com/2010/11/28/travel/28tigre-overnighter.html?pagewanted=all&_r=1&
http://www.gadling.com/2012/04/06/day-trip-from-buenos-aires-the-tigre-delta/
http://laisladelta.com.ar/anunciantes.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Tigre_%28Argentinien%29

Man kann auch an vielen Stellen Kanus und Kajaks leihen, aber es entstehen ziemliche Wellen von all den Booten die dort verkehren- Vorsicht: nichts für Anfänger!

Eine Alternative sind Bootstouren, viele allerdings mit einem klimatisierten Catamaran, das mag ich gar nicht. Man muss dann auch die ganze Tour mitmachen und kann nicht aussteigen wo man möchte.

Das Ganze kann man auch komfortabler direkt von Puerto Maderos aus haben, aber eben auch mit Katamaran und teurer.

Die Zugfahrt von Retiro kostet 2 Pesos (!) Das Retourticket Collectivoboot für Touristen 30 Pesos.

Die Leute baden da auch überall, es ist eine braune Brühe aber angeblich sauber….
Aber auch in Uruguay musste ich die Küste weit entlang entlang fahren bis das Wasser so aussah dass ich da rein gehen mochte.
Ich bevorzuge  eindeutig klare Gewässer um zu schwimmen.

Es gibt viele schöne Fotos, aber die internetconnection ist gerade mal wieder sehr langsam, wenn alles gut geht sind sie in ein paar Stunden auf facebook….

 

 

Verfasst von | in Buenos Aires 2012 | Keine Beiträge

H

eute haben wir den Palacio Barolo besichtigt.

Ein imposantes Gebäude!
Wir haben uns einer Führung angeschlossen, das dauert etwa 45 Minuten und kostet 50 Pesos, 65 ab Januar.
Das Tolle daran ist: man kommt bis ganz oben in den Leuchtturm und hat einen fantastischen Blick über die Stadt. Schwindelfrei sollte man allerdings sein und auch nicht unter Platzangst leiden, der Gang mit den letzten Stufen ist so eng dass man nur mit eingezogenem Kopf und Schultern hoch kommt. Oben sitzt man dann vorsichtig auf den Streben die die Glaskuppel zusammen halten und lauscht dem Vortrag des Führers.

ein Wikipedia Auszug :

Der Palacio Barolo wurde zwischen 1919 und 1923 von dem italienischen Architekten Mario Palanti erbaut. Es hat 22 Stockwerke, ist 100 Meter hoch und eine Gesamtfläche von 16.630 m². Der Baustil ist eklektisch.
Das Gebäude wurde von dem Unternehmer Luis Barolo in Auftrag gegeben. Barolo war ein italienischer Einwanderer, der 1890 nach Argentinien kam und durch die Herstellung von Strickwaren vermögend wurde.
Der Palacio Barolo wurde entworfen im Einklang mit dem Kosmos, wie er in Dante Alighieris Göttlicher Komödie beschrieben wurde. Die 22 Etagen sind in drei Sektionen unterteilt. Der Keller und das Erdgeschoss repräsentieren die Hölle, die Etagen 1 bis 14 das Fegefeuer  und 15 bis 22 den Himmel.
Die Höhe von 100 Metern entspricht den 100 Gesängen der Göttlichen Komödie.

Der Leuchtturm auf dem Dach des Gebäudes kann noch in Montevideo gesehen werden.

Selbst ein harmlos erscheinendes Stuckelement wird im richtigen Winkel betrachtet zur Fratze. Es gibt viele so interessante Details.

Die Aufzüge sind umwerfend schön:

Ein update zu den Gratis Fahrrädern:

heute haben wir eine offene Leihstation ausfindig gemacht, aber nix da! Gratis nur für Einwohner von Buenos Aires. Der Angestellte dort war sehr nett und fand auch dass das nicht richtig sei. Eine Änderung sei wohl geplant. Bis dahin für Touristen nur:
http://www.labicicletanaranja.com.ar/english/alquiler_en.html
mit der Möglichkeit an verschiedenen Stationen zu mieten und abzugeben.
Für einen Monat kommt das auf 160 Euro, da kauft man besser ein gebrauchtes Rad, aber Achtung- einem Freund ist bei seinem gebrauchten nach einigen Tagen die Gabel gebrochen. Er hat Glück gehabt dass er dabei nicht gerade auf der Corrientes unterwegs war…

Auf einer meiner Fahrradtoren habe ich etwas sehr nettes erlebt:
Unschlüssig wo ich das Rad anketten sollte, schaute ich suchend in der Gegend herum und fand dann einen Pfosten nahe einer Bushaltestelle. Eine ältere Dame die dort in der Warteschlange stand, schaute mir dabei zu und sprach mich an. Ich habe erst nicht verstanden was sie von mir wollte. Es stellte sich heraus, sie war besorgt das Rad könnte mir gestohlen werden. Sie bestand darauf mich zu ihrem Wohnhaus zu begleiten und den Pförtner zu bitten dass ich es es dort für einen Stunde im Eingangsbereich abstellen darf.
Unterwegs mit dem Fahrrad habe sehr viele nette Begegnungen wie diese erlebt. Kaum stand ich etwas hilflos die Karte drehend an einer Ecke, wenn ich mich mal wieder verfahren hatte, schon war  jemand zur Stelle um mir zu helfen.
Theoretisch gilt auch hier auch eine rechts vor links Vorfahrtregelung. Heute habe ich mir ein Herz gefasst und es gemacht wie all die anderen Radfahrer und mich zum ersten Mal getraut die Vorfahrt auch zu beanspruchen: dazu muss man mutig weiterfahren, nicht anbremsen. Mein Herz hat geklopft, aber das Taxi blieb 20 cm vor mir stehen…

Am Abend waren wir noch in der Milonga „el Arranque“, Bartholemé Mitre 1759
Es war nicht mehr viel los, sie beginnt schon um 15.00 Uhr, gegen 20.00 Uhr gehen so langsam alle. Ich fand es sehr schön den überwiegend älteren den Leuten dort zuzusehen. Auf den ersten Blick ein etwas schräges Bild, nicht gerade die korrektesten Haltungen, um es mal gelinde auszudrücken, unglaubliche Positionen der Arme, schräge outfits der Damenwelt, der obligatorische Schlüsselbund in der hinteren Hosentasche, befestigt per Karabiner bei den Herren.
Dann schaut man ein bisschen intensiver und ist zunehmend faszinierter von der tänzerischen Umsetzung der Musik. Absolut treffsicher werden ganz beiläufig und unangestrengt schwierige Akzente in der Musik getanzt, man sieht Melodie und Rhythmus, Pausen genau da wo sie hingehören, wunderschön.
Ich hätte gern Fotos gemacht, aber das empfand ich als sehr unpassend.
Da gehe ich nächste Woche nochmal hin!